Zarewna Frosch

Erster bis Dritter Dezember

Du kannst dir hier das Märchen anhören, aber auch den Text nachlesen.

1. Dezember

Zarewna Frosch (Teil 1)

2. Dezember

Zarewna Frosch (Teil 2)

3. Dezember

Zarewna Frosch (Teil 3)

1. Dezember

Weit hinter den blauen Meeren und hinter den sieben Bergen, lebten einmal ein Zar und eine Zarin. Lang hatte der Zar in der Welt gelebt, und er hatte zu seinem Beistand drei Söhne, drei Zarewitsche. Alle drei waren schön und kühn. Am kühnsten aber und am schönsten war der Jüngste, Iwan Zarewitsch.

Eines Morgens ließ der Zar seine drei Söhne kommen und sprach: „Meine Kinder, ihr seid nun alt genug, um zu heiraten, ihr sollt euch Frauen suchen. Darum nehmt eure Pfeile und Bogen, geht an die Grenze der Gemarkung und schießt eure Pfeile ab. Wo der Pfeil hin fällt, dort wartet euer Schicksal.“
Die Söhne verneigten sich vor dem Vater, nahmen jeder einen Pfeil, begaben sich aufs Feld, spannten die Bögen und schossen ihre Pfeile ab.
Der Pfeil des ältesten Sohnes fiel auf den Hof eines Bojaren und der älteste Sohn ging hin und freite die Bojarentochter. Der Pfeil des zweiten Sohnes flog auf den weitläufigen Hof eines Kaufherrn, eines reichen Mannes und der zweite Sohn ging hin und freite die Kaufmannstochter. Es schoss Iwan Zarewitsch, und sein Pfeil flog auf zur Sonne, und man sah ihn nicht hernieder sinken. Iwan Zarewitsch suchte einen Tag und er suchte noch einen zweiten Tag, und am dritten Tag geriet er in einen tiefen Sumpf und suchte einen Ausweg. Und wie er so suchte, da sah er seinen Pfeil bei einem Frosch liegen. Schon wollte er sich abwenden, da rief ihm der Frosch zu: „Iwan Zarewitsch, du suchst deinen Pfeil! Nimm deinen Pfeil, nimm aber auch mich mit und heirate mich, sonst wirst du nie aus dem Sumpf herausfinden.“
„Was redest du da! Wie kann ich einen Frosch zur Frau nehmen?“ – „Nimm mich, so will es dein Schicksal.“
Prinz Iwan war sehr bestürzt, aber was blieb ihm übrig? Er nahm seinen Pfeil, packte den Frosch in seine Rocktasche und ging traurig zu seinem Väterchen, dem Zaren: „Wie kann ich eine Quakuschka zur Frau nehmen, die ist doch nicht meinesgleichen.“ – „Nimm sie immerhin, vielleicht ist sie dein Schicksal.“ Also wurde die Brautkrone über Iwan Zarewitsch und den Frosch gehalten, und so waren sie einstweilen verheiratet.
Eines Tages rief der Zar seine Söhne zu sich: „Ich möchte wissen, welche von euren Frauen am geschicktesten mit der Nadel umzuge­hen versteht. Bis morgen soll mir jede ein Hemd nähen.“
Die Söhne verneigten sich und gingen. Prinz Iwan kam nach Hause, setzte sich und ließ den Kopf hängen. Der Frosch hüpfte auf dem Fußboden herum: „Was betrübt dich, Prinz Iwan? Hast du Kummer?“ – „Mein Vater will bis morgen ein Hemd von dir genäht haben.“ Der Frosch antwortete: „Gräme dich nicht, Prinz Iwan, leg dich nur ruhig schlafen, der Morgen ist klüger als der Abend.“
Prinz Iwan legte sich zur Ruhe. Der Frosch aber hüpfte auf die Vortreppe hinaus, warf die Froschhaut ab und verwandelte sich in Wassilissa die Allweise, eine Jungfrau von solcher Schönheit, dass es nicht einmal im Märchen zu beschreiben ist. Wassilissa, die Allweise klatschte in die Hände und rief: „Ihr Mägde und Frauen, herzu im Nu! Näht mir bis morgen früh ein Hemd, wie ich es bei meinem Väterchen gesehen habe.“

Als Prinz Iwan am nächsten Morgen erwachte, hüpfte der Frosch wieder auf dem Fußbo­den herum, das Hemd aber lag schon fertig auf dem Tisch, ordentlich in ein Tuch einge­schlagen. Da freute sich Prinz Iwan, nahm das Hemd und brachte es seinem Vater. Inzwischen nahm der Zar die Gaben der beiden älteren Söhne entgegen. Der älteste Sohn breitete das mitgebrachte Hemd aus, der Zar nahm es und sagte: „Ein solches Hemd taugt nur, um es in einer schmutzigen Kate zu tragen.“ Da breitete der zweite Sohn sein Hemd aus und der Zar sagte: „Das taugt höchstens, um in die Banja, in die Bade­stube, zu gehen.“ Nun breitete Prinz Iwan das Hemd aus und es war kunstvoll mit Gold und Silber verziert. Der Zar warf nur einen Blick darauf und rief: „Dies ist wahrlich ein Hemd, das man an Festtagen tragen kann!“

Die beiden älteren Brüder gingen nach Hause und sprachen miteinander: „Nein wirklich, wir hätten nicht über Prinz Iwans Frau spotten sollen. Vielleicht ist sie gar kein Frosch, mit ihr ist es nicht recht geheuer.“

Wieder rief der Zar seine Söhne zu sich und sprach: „Eure Frauen sollen mir bis morgen jede ein Brot backen. Ich möchte wissen, welche am besten kocht und backt.“ Prinz Iwan ging nach Hause und trug den Kopf tiefer als die Schultern.

Das Fröschlein fragte: „Prinz Iwan, was macht dir Kummer?“ – „Ach, du sollst bis morgen für den Zar ein Brot backen.“ – „Da mach dir keine Sorgen, Prinz Iwan, leg du dich nur ruhig schlafen, der Morgen ist klüger als der Abend.“

Zuerst hatten die Schwägerinnen über den Frosch gespottet, jetzt aber schickten sie eine alte Magd aus, die den Frosch heimlich beim Backen beobachten sollte. Der Frosch aber war gewitzt und ahnte das. Er rührte den Teig an, brach den Backofen oben auf und schüttete den aufgegangenen Teig dort hinein, direkt in das Loch. Die alte Hofmagd eilte flugs zu Prinz Iwans Schwägerinnen und berichtete, was sie erspäht hatte, und nun machten die es genauso.

Das Fröschlein aber hüpfte vors Haus, verwandelte sich in Wassilissa, die Allweise, klatschte in die Hände und rief: „Ihr Mägde und Frauen, herzu im Nu! Backt mir bis morgen früh ein Brot, schön weich und weiß, wie ich es bei meinem Väterchen gegessen habe.“

Als Prinz Iwan am nächsten Morgen erwachte, sah er das Brot bereits auf dem Tisch lie­gen, kunstvoll verziert und geschmückt, rundherum gepresste Muster, obenauf eine gan­ze Stadt mit Türmen und Zinnen. Da freute sich Prinz Iwan, schlug das Brot in ein Lein­tuch und brachte es dem Vater. Der empfing bereits die beiden älteren Söhne. Ihre Frauen hatten den Teig in den Ofen geschüttet, wie die alte Magd es ihnen gesagt hatte, und herausgekommen war nichts als verkohlter Abfall. Der Zar nahm das Brot des äl­testen Sohnes entgegen, betrachtete es und schickte es in die Gesindestube. Dann nahm er das Brot des zweiten Sohnes und ließ es ebenfalls dorthin bringen. Da überreichte Prinz Iwan sein Brot. Der Zar rief: „Dies ist wahrlich ein Brot, um es an Festtagen zu verspei­sen!”

Und der Zar gebot den drei Söhnen, am darauf folgenden Tag mit ihren Frauen zu einem Festmahl bei ihm zu erscheinen.

2. Dezember

Der Frosch erwiderte: „Gräme dich nicht, Prinz Iwan, geh du allein zum Mahl, ich komme nach. Und wenn du es poltern und donnern hörst, so erschrick nicht. Und fragt man dich, so antworte: ‚Da kommt mein Frosch, meine Quakuschka, in einem Kästchen gefahren!’“ So ging Prinz Iwan allein. Die älteren Brüder kamen mit ihren Frauen, die geputzt und ge­schmückt, geschminkt und gepudert waren. Da standen sie und lachten Prinz Iwan aus: „Warum bist du denn ohne deine Frau gekommen? Du hättest sie doch leicht in einem Schnupftuch mitbringen können. Wo hast du bloß so eine Schönheit auf­getrieben? Bestimmt hast du alle Sümpfe danach abgesucht!“

Wiederum kam Prinz Iwan niedergeschlagen nach Hause und trug den Kopf tiefer als die Schultern.

Das Fröschlein hüpfte auf dem Boden herum: „Quak-quak, warum so betrübt, Prinz Iwan? Hast du vom Väterchen unfreundliche Worte gehört?“ – „Fröschlein, Fröschlein, wie sollte ich mich nicht grämen? Das Väterchen befiehlt uns beide morgen zum Festmahl zu sich, bloß – wie soll ich mich mit dir vor all den Leuten zeigen?“

Der Zar setzte sich mit seinen Söhnen, Schwiegertöchtern und Gästen an die eichenen Tafeln, an die reich gedeckten linnenen Tücher, um zu schmausen. Plötzlich erhob sich ein Poltern und Donnern, dass das Schloss in seinen Grundfesten wankte. Die Gäste er­schraken und sprangen von ihren Sitzen auf.

Prinz Iwan aber sprach: „Fürchtet euch nicht, verehrte Gäste: Da kommt mein Frosch, meine Quakuschka, in einem Kästchen gefahren!“

Schon kam, von sechs Schimmeln gezogen, eine goldene Kutsche zur Vortreppe des Za­renschlosses geflogen, und heraus stieg Wassilissa die Allweise schöner als Sonne, Mond und Sterne: Das himmelblaue Kleid mit Sternen übersät, auf dem Kopf einen schimmernden Mond. So herrlich schön, wie man’s nie gesehn, nicht zu schreiben, nicht zu erdichten, nur im Märchen zu berichten. Sie nahm Prinz Iwan bei der Hand und führte ihn zu den eichenen Tischen, zu den Tüchern von Linnen, den erlesenen Speisen.

Die Gäste schmausten, tranken und waren guter Dinge. Wassilissa die Allweise hob den Becher an die Lippen, die Neige schüttete sie jedoch in ihren linken Ärmel. Sie aß vom Schwanenbraten, steckte jedoch die Knöchlein in den rechten Ärmel.

Den Frauen der älteren Söhne entging das nicht, und sie taten es ihr nach.

Nach dem Trinken und Schmausen wurde getanzt. Wassilissa die Allweise nahm Prinz Iwans Arm. Sie tanzte und kreiste, wirbelte und schwang sich, dass alle staunten. Auf ein­mal schüttelte sie den linken Ärmel und schon entstand ein See; dann schüttelte sie den rechten, da schwammen weiße Schwäne auf der Flut. Der Zar und die Gäste wussten sich nicht zu fassen vor Staunen.

Nun begannen die älteren Schwiegertöchter zu tanzen. Sie schüttelten die Ärmel, bespritzten jedoch nur die Gäste, schüttelten abermals, da flogen die Knochen durch die Luft, einer dem Zaren direkt ins Auge. Der Zar ergrimmte und jagte die beiden hinaus.

Derweil hatte sich sich Prinz Iwan nach Hause davon gestohlen Dort fand er die Frosch­haut, warf sie in den Ofen, wo sie im Feuer verbrannte.

Als Wassilissa die Allweise heimkehrte, blickte sie sich um und konnte die Froschhaut nirgends finden. Bekümmert sank sie auf die Bank und sprach: „Ach, Prinz Iwan, was hast du angerichtet? Hättest du nur noch drei Tage gewartet, wäre ich auf ewig dein gewesen. Jetzt aber lebe wohl. Willst du mich finden, √so suche hinter dreimal neun Ländern im dreimal zehnten Zarenreich bei Koschtej dem Unsterblichen.“ Damit verwandelte sich Wassilissa die Allweise in einen grauen Kuckuck und flog zum Fenster hinaus.

Prinz Iwan vergoss bittere Tränen, verneigte sich nach allen vier Himmelsrichtungen und zog in die weite Welt hinaus, seine Frau, Wassilissa die Allweise, zu suchen. Er wanderte hierhin und dorthin, so manchen Tag, trat die Stiefel herunter, zerschliss den Kaftan, der Regen verdarb ihm die Mütze.

Einmal traf er ein uraltes Männlein: „Sei gegrüßt, wackerer Gesell! Wonach suchst du, wohin des Wegs?“ Prinz Iwan erzählte ihm von seinem Unglück. Das uralte Männlein antwor­tete: „Ach, Prinz Iwan, warum hast du die Froschhaut verbrannt? Nicht du hast sie ihr angezogen, nicht an dir war es, sie ihr wieder abzunehmen. Wassilissa die Allweise war klüger und gewitzter als ihr Vater. Das erzürnte ihn und er verwandelte sie für drei Jahre in einen Frosch. Nun, da ist nichts zu machen. Hier, nimm dieses Garnknäuel: Wohin es rollt, dorthin folge ihm getrost.” Prinz Iwan bedankte sich bei dem alten Männlein und folgte dem Knäuel. Das Knäuel rollte voran, er ging hinterdrein.

3. Dezember

Auf freiem Feld trat ihm ein Bär entgegen. Prinz Iwan zielte, um den Bären zu erlegen. Der Bär aber sprach mit menschlicher Stim­me: „Töte mich nicht, Prinz Iwan, ich kann dir eines Tages noch nützlich sein.“ Prinz Iwan tat der Bär leid. Er ließ ihn ungeschoren und zog weiter.
Nach einer Weile sah er einen Erpel in der Luft. Schon zielte er, da sprach der Erpel mit Menschenstimme: „Töte mich nicht, Prinz Iwan! Ich werde dir noch nützlich sein.“
Prinz Iwan verschonte den Erpel und zog weiter. Da sprang ihm ein Hase über den Weg. Wieder wollte Prinz Iwan das Wild erlegen, aber auch der Hase sprach mit Menschenstimme:„Töte mich nicht, Prinz Iwan, ich werde dir nützlich sein.“
Prinz Iwan verschonte auch den Hasen und zog weiter. So kam er schließlich ans blaue Meer und sah im Sand einen Hecht liegen. Der schnappte jämmerlich nach Luft: „Ach, Prinz Iwan, erbarme dich meiner, wirf mich ins blaue Meer.“ Prinz Iwan warf den Hecht ins Meer und zog am Strand weiter.

Über kurz oder lang rollte das Knäuel in einen Wald. Und dort stand eine Hütte auf Hüh­nerbeinen und drehte sich immer im Kreise.
„Hütte, Hütte, stehe still, wie’s die alte Mutter will: Den Rücken jetzt zum Walde dreh, damit ich durch die Türe geh.“ Das Hüttchen drehte sich mit der Rückwand dem Wald, mit der Tür Prinz Iwan zu. Er trat ein und sah: Auf dem Ofen, auf dem neunten Ziegel lag die Hexe Baba-Jaga. Das Knochenbein und die Zähne ragten über den Ofenrand, die Na­se stieß gegen die Decke: „Was führt dich zu mir, braver Gesell?“, fragte die Hexe. „Fliehst du vor irgend­welchen Dingen oder suchst du etwas zu erringen?“ Iwan Zarewitsch antwortete: „Ach, du alter Satans­braten, setze mir lieber etwas zu essen und zu trinken vor und richte mir das Bad, fragen kannst du auch danach!“

Baba-Jaga bereitete ihm das Bad, setzte ihm Speise und Trank vor, brachte ihn zu Bett und Prinz Iwan erzählte ihr, dass er seine Frau, Wassilissa die Allweise, suche.
„Ich weiß, ich weiß. Deine Frau ist jetzt bei Koschtej, dem Unsterblichen. Sie zu befreien wird schwierig sein, denn es ist nicht leicht, mit Koschtej fertig zu werden. Sein Tod sitzt auf einer Nadelspitze, die Nadel ist in einem Ei verborgen, das Ei in einer Ente, die Ente in einem Hasen, der Hase sitzt in einer steinernen Truhe, die Truhe aber steht auf einem hohen Eichenbaum und den behütet Koschtej wie seinen Augapfel.“

Prinz Iwan übernachtete bei der Hexe, und am nächsten Morgen wies sie ihm den Weg zu der hohen Eiche. Über kurz oder lang fand Prinz Iwan die Stelle, sah die hohe Eiche ste­hen, hörte sie im Wind rauschen, und in ihrem Wipfel erblickte er die steinerne Truhe. Aber sie herunterzuholen würde schwer sein.

Plötzlich kam, wer weiß woher, der Bär gelaufen und riss die Eiche mit der Wurzel aus. Die Truhe fiel herab und zersprang. Aus der Truhe sprang ein Hase und lief sogleich davon. Aber sofort setzte ihm der erste Hase nach, überholte ihn und zerriss ihn in Stücke. Aus dem Hasen schwang sich eine Ente in die Luft und stieg immer höher. Doch da nahte schon der Erpel, fiel über die Ente her, und sie verlor das Ei. Das aber fiel ins blaue Meer. Als Prinz Iwan das sah, brach er in Tränen aus. Wie sollte er das Ei im weiten Meer finden? Doch da kam der Hecht zum Ufer geschwommen und hielt das Ei zwischen den Zähnen. Prinz Iwan zerbrach das Ei, holte die Nadel heraus und ergriff die Spitze, um sie abzubrechen. Er bog sie und brach sie, und Koschtej wand und krümmte sich. Wie sehr Koschtej auch um sich schlug, Prinz Iwan brach doch die Spitze der Nadel ab, und Koschtej musste sterben.

Darauf trat Prinz Iwan in Koschtejs Marmorgemächer. Wassilissa die Allweise eilte ihm entgegen und küsste ihn auf die süßen Lippen. Prinz Iwan und Wassilissa die Allweise kehrten nach Hause zurück und lebten glücklich bis in ihr hohes Alter.

Es wird aber auch erzählt, dass Koschtej, der Unsterbliche, seinem Namen alle Ehre machte und von Prinz Iwan nicht getötet werden konnte, vielmehr trat er ihm in seinen Marmorgemächern entgegen und weigerte sich, Wassilissa, die Allweise heraus zu geben. Prinz Iwan brach in Tränen aus und erzählte Koschtej, was er alles auf sich genommen hatte, um seine Frau zurück zu erlangen. Da sagte Koschtej: „Du darfst Wassilissa mit dir nehmen, wenn du sie als Frosch mit nimmst.“ Prinz Iwan zögerte keinen Augenblick und verließ mit seinem Fröschlein das Schloss.
Am Abend lagerten sie auf freiem Feld und am Morgen erwachte Prinz Iwan neben sei­nem Fröschlein und so geschah es auch am zweiten Tag. Als Prinz Iwan aber am dritten Morgen erwachte, da lag Wassilissa, die Allweise neben ihm und war schöner als Sonne, Mond und Sterne. So kehrten sie nach Hause zurück und lebten glücklich bis in ihr hohes Alter.

Russisches Märchen, Fassung Bettina von Hanffstengel