Fragen zu Märchen im Turm

Aus dem Album: Die Erzählenden von Märchen im Turm 2014 vor dem Turm Schwarz B

Als wir am 30. April 2009 im Bürgermeisterturm in Nürnberg zum ersten Mal in einem Turm erzählt haben, haben wie uns keine Gedanken darüber gemacht, wie lange diese Veranstaltungsreihe laufen könnte.

Nun sind es schon 17 Jahre! Was ist inzwischen alles in der Welt passiert und was haben wir alles ausprobiert:

  • Einen Märchenabend pro Woche
  • Märchen zum Frühstück
  • Lange Märchenabende mit bis zu sieben Erzählenden
  • Zwei Vorstellungen an einem Abend
  • Puppenspiel
  • Russische Märchen mit einem deutschen Elektro-Samowar, Samowartee und russischem Teegebäck

Ab 2010 haben wir an den Nürnberger Stadt(ver)führungen unsere Märchenführungen im Turm oder Märchenführungen auf den Straßen von Nürnberg angeboten.

Viel zu oft wurden wir nicht von Publikum gestört. Deshalb nutzten wir 2011 unseren Umzug vom Bürgermeisterturm in den Turm Schwarz B an der Vestnertormauer, um unser Konzept zu ändern:

  • Wir erzählten von nun an nur noch einmal im Monat, und zwar immer am letzten Donnerstag.
  • Märchenfrühstücke gab es nur noch auf Bestellung
  • Zwei Vorstellungen an einem Tag gab es nur noch beim Jubiläum
  • Es gab in der Pause einen kleinen Imbiss, bestehend aus Früchte- oder Kräutertee und Fingerfood

Dieses Konzept war erfolgreich. Wie hatten bis zu 40 Gäste an einem Abend.

Kurz vor dem 10. Jubiläum kündigte uns unsere Vermieterin, die Burschenschaft Pythagoras, mitten im Jahr den Raum und wir mussten uns einen anderen Turm suchen.

Wir fanden das Seminarhaus Delta (von uns „das Glashaus“ genannt), das zum Tratzenzwinger gehört und dem KJR Nürnberg gehört. Das Delta war ein wunderschöner Seminarraum mit Aussicht auf die Pegnitz, aber kein gemütlicher Veranstaltungsort für Märchen. Der Raum war teuer, der organisatorische Aufwand groß und wir bekamen weder einen Schlüssel noch ein Fach am Veranstaltungsort, so dass wir alles hin- und hertragen mussten. Außerdem mussten uns unser Publikum fast gänzlich neu erarbeiten.

Deshalb sahen wir uns schon nach einem knappen Jahr nach einem anderen Turm und fanden einen Raum in der Stadtmauer beim Spittlertorturm bei der Burschenschaft (K.D.St.V.) Ostmark. Die katholische deutsche Ostmark ist eine farben­tra­gende und nicht schlagende Studentenverbindung. Sie wurde am 6. Mai 1921 von Stu­denten an der damaligen Handelshochschule Nürnberg (heute die WiSo) gegründet.

Wir bekamen den Raum für den letzten Donnerstag im Monat. Trotz der etwas schwierigen Lage an der Frauentormauer, einem der ältesten Rotlichtbezirke Deutschlands mit 17 Bordellen und Laufhäusern, sind unsere Veranstaltungen inzwischen wieder gut besucht.

"Mit 17 hat man noch Träume!"

Zu unserem Jubiläum am 30. April um 19 Uhr lade ich Dich herzlich ein!
Alle Informationen findest du im Terminkalender.