Das singende, springende Löweneckerchen

Ein Märchen mit diesem Titel gibt es in der Sammlung der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm.

„Was, in aller Welt, ist ein Löweneckerchen?“, habe ich mich gefragt. „Das Wort klingt interessant, aber was bedeutet es?“

Bei Wikipedia finde ich

Löweneckerchen ist das niederdeutsche Wort für Lerche.
Niederdeutsch heißt heutzutage Plattdeutsch oder Plattdüütsch. „Platt“ hat erstens die Bedeutung von flach. Das passt gut zu meiner Vorstellung, dass man plattdeutsch auf dem flachen Land spricht, also irgendwo in Norddeutschland. Zweitens hat „platt“ noch die Bedeutung von verständlich oder gewöhnlich. Plattdeutsch ist also die Sprache, die alle gut verstehen und sprechen können.

Plattdeutsch als Schulfach

Niederdeutsch oder Plattdeutsch kann man inzwischen in den norddeutschen Bundesländern Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sogar in der Schule lernen. Und das kam so:
Man hatte fest gestellt, dass immer weniger Menschen Plattdeutsch sprechen, weil es in den Familien nicht mehr als Muttersprache weitergegeben wird. Als in Deutschland im Jahr 1999 die „Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen“ in Kraft trat, wurde auch das Niederdeutsche (oder Plattdeutsche) als Regionalsprache  in den Kreis der Chartasprachen aufgenommen.

Das Löweneckerchen und der Löwe

Wir alle können uns an so schönen Wörtern wie Löweneckerchen, Deern (Mädchen) Möhm (Tante), Ohm (Onkel) oder Dörpstraat (Dorfstraße) erfreuen. Die Brüder Grimm könnten den Begriff „Löweneckerchen“ auch deshalb in ihr Märchen mit aufgenommen haben, um eine sprachliche Brücke zu dem in einen Löwen verwandelten Prinzen zu schlagen.

Neugierig geworden? Dann melde dich schon heute zu „Grimms Märchen zum Gespräch, ‚Das singende, springende Löweneckerchen‘“ am Donnerstag, den 24. November von 10:00 – 11:30 Uhr im Café StrandGuT in Nürnberg an.

Was du noch nicht über mich wusstest

Erzählerin Bettina von Hanffstengel
  1. Meine erste Erinnerung ist, wie ich auf einem Gartenstuhl unter dem Sauerkirschbaum stehe, Kirschen pflücke und gleich esse.
  2. Die Kirschenzeit ist meine fünfte Jahreszeit.
  3. Ich bin in Nürnberg geboren und aufgewachsen und bis heute eine Nürnberger Lokalpatriotin. Deshalb bin ich jedes Jahr bei den Nürnberger Stadt(ver)führungen als Erzählerin dabei.
  4. Ich kann mich an keine Zeit in meinem Leben erinnern, zu der ich Katzen nicht geliebt hätte. Katzen sind eine unwiderstehliche Mischung aus Sofakissen und Raubtier.
  5. Als Jugendliche habe ich ein Jahr in mein Tagebuch geschrieben: „Ich will eine Katze“, um mir und der Welt zu beweisen, dass meine Liebe zu Katzen nicht kurzlebig ist.
  6. Eine meiner Katzen brachte vier Junge auf meinem Schreibtisch zur Welt. Deshalb bekamen sie alle Schreibtisch-Namen: Adrian nach dem Schweizer Schriftenmacher Adrian Frutiger, Else (else), Editha (edit) und Kleiner Punkt.
  7. An meinem 50. Geburtstag bekam ich von unserer Katze Grautierchen drei getigerte Geburtstagsgeschenke, die ich Sebel, Zahn und Tiger nannte.
  8. Als Jugendliche war ich Reiterin und hatte sogar ein Pferd.
  9. Meine Lieblingsfach in der Schule war Kunst.
  10. Ich liebe es, als Märchenerzählerin das Highlight auf einem Fest zu sein!
  11. Ich bin der laufende eineinhalb Meter (genau 147 cm groß).
  12. Ich bin ein Fan von Viggo Mortensen, weil er mit dem ganzen Körper spielt und ein Reiter ist.
  13. Als Kind habe ich Blockflöte, Gitarre und Jagdhorn gelernt.
  14. Ich träume von einer Handpan, um meine Märchenstunden zu begleiten.
  15. Als ich einer Freundin erzählt habe, dass ich Märchenerzählerin werde, hat sie gesagt: „Nun findet deine Fähigkeit, dich auch nach einem langen Zeitraum an Details einer Geschichte, wie bspw. „Der kleine Hobbit“ zu erinnern, endlich eine nutzbringende Anwendung.“
  16. Ich bin ein Teeloch. Da passt unbegrenzt Tee rein. Dieses Teeloch lässt sich nur mit Samowar-Tee füllen.
  17. Ich trinke gerne Samowartee, denn der liefert ständig frischen Tee. Wer braucht da noch Stövchen oder Thermoskannen?
  18. Ich hatte schon ein paar Mal einen Teerausch. So komisch war die Welt noch nie!
  19. Der Name „von Hanffstengel“ ist für Raucher*innen ganz einfach zu merken: „Frau von Tüte“.
  20. Meine Katzen sind sehr fürsorglich: Sie bringen mir Mäuse, damit ich nicht verhungere; im Sommer ihre Haare, damit ich im Winter einen schönen Pelz habe und nicht frieren muss; zeigen mir den Weg in die Küche, falls ich ihn vergessen haben sollte, lecken meine Hände, damit ich sie nicht selbst waschen muss…
  21. Ich lese gern und viel und frage mich: „Wozu braucht eine Nicht-Leser, der nur 30 Minuten pro Tag liest, ein Lesegerät?“ Ein Lesegerät hat nämlich Akku für einen Monat, wenn man ca. 30 Minuten/Tag liest.
  22. Als ich mit dem Märchenerzählen angefangen habe, hatte ich drei Regalbretter voll mit Märchenbüchern. Nun sind es ein Bücherschrank und ein großes Regal voller Bücher geworden.
  23. Ich glaube an die magische Buchvermehrung: Lass mal zwei Bücher in einem Regal nebeneinander stehen, wende dich ab und dann sind da plötzlich drei Bücher…
  24. In der Schule habe ich Englisch, Lateinisch und Französisch gelernt.
  25. Inzwischen lerne ich auch Türkisch und Mongolisch.
  26. Jede Sprache ist mir wichtig, denn das hilft mir als Märchenerzählerin aus anderen Sprachen übersetzte Märchen schöner zu formulieren.
  27. Ich spreche nicht Mongolisch, ich schreibe es! Mongolisch ist so schwer zu verstehen, weil die Mongol*innen die Vokale so unterschiedlich aussprechen, besonders „o“ und „u“!
  28. Ich habe das Häkeln im Boho-Style für mich entdeckt und schon drei Kissenbezüge gemacht.
  29. Ich wohne seit 30 Jahren am Rand der Fränkischen Schweiz.
  30. Ich koche gerne Marmelade ein, vor allem Sauer- und Kornelkirschen.
  31. Ich liebe selbst gemachten Apfelsaft. Er schmeckt jedes Jahr anders.
  32. Das Buch „Großer Tiger und Kompass-Berg“ von Fritz Mühlenweg hat meine Liebe zur Mongolei entfacht.
  33. Der tuwinisch-mongolische Autor und Schamane Galsan Tschinag hat das Mongolei-Feuer neu angefacht.
  34. Ich war zweimal in der Mongolei, einmal im Altaigebirge und an den Seen, das zweite Mal in der Wüste Gobi und der Zentralmongolei.
  35. Ich bin ein Tab-Messie.
  36. Während meines Vorpraktikums als Erzieherin auf der Jugendfarm Echterdingen habe ich das Spinnen gelernt.
  37. Die Meerschweinchen der Jugendfarm hießen Spider und Murphy. Sie bekamen Junge. Ich nahm eines mit und nannte es Ratte.
  38. Während meines ersten Jahres in der Fachakademie war ich das Stillsitzen nicht mehr gewöhnt und habe mit der Handspindel gesponnen. Einmal kam der Dozent auf mich zu und fragte: „Spinnen Sie?“ und hat sich ein Loch ins Hemd gefreut, weil er diese Frage endlich einmal stellen konnte.
  39. Mein erstes Auto war ein weißer VW-Käfer.
  40. Ein Bekannter fuhr einen hellblauen VW-Käfer, auf den er in weißer Schrift lauter Friedenssprüche geschrieben hatte, wie: „A piece of peace is piss.“ oder „Liebt euch, aber bekriegt euch nicht.“ Das Auto wurde von uns nur „der Friedensengel“ genannt.
  41. Ich bin ein Fan der Rocky Horror Picture Show und habe den Film in München vor Jahren in den Museum-Lichtspielen gesehen, wo er schon seit Jahrzehnten täglich läuft.
  42. Ich bin Balkongärtnerin und habe einen Naschbalkon mit vielen Kräutern, Salat und Erdbeeren.
  43. Blau ist meine Lieblingsfarbe.
  44. Der Metereologe Sven Plöger hat die die Alpen das Wasserschloss Deutschlands genannt. Das hat mich an die Geschichte von der Regentrude von Theodor Storm erinnert. Da muss der Feuermann vertrieben und die Regentrude geweckt werden. Wenn es doch so einfach wäre!
  45. Auf meiner Reise in die USA 2019 habe ich mir in Kalifornien alle Bäume angeschaut, die ich schon immer mal sehen wollte: die Grannenkiefern, die die ältesten Bäume der Welt sind, die Sequoias, die größten Bäume der Welt und die Joshua-Bäume, die so aussehen, als ob sie einen willkommen heißen.
  46. Neben einem der riesengroßen Sequoias sind alle Menschen klein, nicht nur ich!
  47. Eines meiner Lieblingsbilder von mir ist dieses:

Märchen und Sagen zum Gespräch – unser neues Online-Angebot!

Feuer in der Nacht

Während des Lockdowns haben wir Erzählerinnen der Gruppe „Grimms Märchen zum Gespräch“ uns mit interessierten Märchenliebhaber*innen anstelle in einem Café im Meeting getroffen, um uns über ein Märchen auszutauschen.

Jetzt können wir uns wieder im Café treffen und „Grimms Märchen zum Gespräch“ geht offline weiter.

Dennoch wollten wir Erzähler*innen weiter ein Meeting für den Austausch über ein Märchen anbieten. So ist „Märchen und Sagen zum Gespräch – ein Online-Angebot“ entstanden.

Zu dieser Gruppe gehören bisher außer mir Heike Appold, Erik Berkenkamp, Kathrin Hofmann., Hildegard Michaelis und Hannelore Spengler.

Ich beginne am Montag, den 12. Juli 2021 um 11 Uhr mit einem Märchen aus der Mongolei. Schau doch mal vorbei und melde dich vorher bei mir an. Dann sende ich dir den Link für das Meeting zu.

Online-Märchenabend zum Weltgeschichtentag

Feuer in der Nacht

Ein neuer Anfang

Jetzt im Frühling ist alles auf einen Neuanfang eingestellt.
Die Blumen und Bäume, die im Winterschlaf lagen, erwachen zu neuem Wuchs und neuer Blüte. Auch die Menschen fangen wieder neu an. Waren wir im Winter eher nach innen gekehrt, drängt uns jetzt alles wieder hinaus in die Natur.
Doch im Neuanfang liegt noch mehr: Der Aufbruch in eine neue Zeit, das Zurücklassen des Alten. Bis man jedoch neu anfangen kann, gilt es das Richtige zur rechten Zeit zu tun, vor allem Schwierigkeiten zu überwinden. Ob es den Märchenhelden wohl gelingt?

Bitte melde dich bis zum 17.03.21 bei mir an. Ich sende Dir den Zugangslink für den Märchenabend. Du kannst die Märchen entweder am Laptop oder mit dem Smartphone genießen.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir freuen uns aber über eine Spende.

Merda – ein freches Märchen aus Italien

Wiese mit roten Blütentupfen, Laubbäumen und Gebirge

So, Frau Märchenerzählerin, denkst du vielleicht, so ein Wort sagt man wirklich laut und öffentlich?

Oder geht es dir wie mir und dir gefällt der Klang eines Wortes unabhängig von der Bedeutung?

Merda, ein Märchen aus Italien

Lausch doch mal rein und schreibe mir einen Kommentar.

Selten so gelacht!

Wolf im hohen Gras

Diese Woche fuhr ich mit dem Auto von hier nach dort. Dabei lauschte ich im Radio der Sendung „Eins zu Eins, der Talk mit dem Comiczeichner Olaf Schwarzbach (Künstlername Ol)“ auf Bayern Zwei.

Ol erzählte von seinen Corona-Märchen, Cartoons zu bekannten Märchen, vor allem Märchen der Brüder Grimm.

Wieder zu Hause habe ich mir die Cartoons gleich angeschaut und hier, auf der zweiten Seite, fünfzehn Märchen gefunden. Was habe ich gelacht!

Mir gefallen „Die Bremer Stadtmusikanten“, „Aschenputtel“ und „Der Wolf und die drei kleinen Schweinchen“ am besten.

Schau doch mal rein. Welche Märchen gefallen dir besonders gut? Schreib mir bitte einen Kommentar.

Faszination Tierfilm – nicht nur für Menschen

Katze sieht fern

Tierfilme sind nicht nur für Menschen faszinierend, auch meine Katzen lieben sie…

Wieso kuckt sie so?

Was gibt es da zu sehen?

Aha, da bewegt sich was

‚Oh, wie interessant, ob mir das Viech schmecken könnte?‘

Lecker!

‚Ob ich’s wohl fangen kann?‘

‚Wo hat es sich versteckt?‘

Die Katze hat vor und hinter dem Fernseher nach dem Eichhörnchen gesucht. Aber es blieb verschwunden.

Adventskalender

Butterlampen

Hast du nicht gesehen, schon ist der November vorbei und der Dezember hat begonnen. Nun habe ich hier einen Adventskalender. Du kannst dir die Märchen zum Lesen und Lauschen von mir zusenden lassen oder sie auf der Webseite lesen und anhören.

Märchenpost für Dich

Seit dem 1. November versenden sieben Erzählerinnen und zwei Erzähler von der MÄRCHENERZÄHLEREI jeden Tag ein Märchen für alle, die ein Märchen anhören oder lesen wollen.

Russische Teeschalen und Samowar

Mit meinen Märchen nehme ich dich mit auf eine Märchen-Tee-Reise entlang der Seidenstraße von China bis nach Russland.
Ich liebe Tee, ganz besonders Tee aus dem Samowar, dem russischen Selbstkocher, denn im Samowar bleibt der Tee immer heiß und frisch.

sitzende Kamele
Wartende Kamele

Der erste Tee, der in Russland getrunken wurde, kam aus China. Früher war der Weg weit und dauerte über ein Jahr, denn die Kamele trugen den Tee auf ihren Rücken von China bis nach Russland. Da ist viel Zeit für Märchen und Geschichten aus China, der Mongolei und Russland.
Die Märchen, die ich erzähle, findest Du hier.
Im ersten Märchen erzähle ich, wie Shennong, der Göttliche Landmann, den Tee und seine Wirkung entdeckte.
Wenn Du auch Märchenpost bekommen willst, schreibe mir eine E-Mail oder fülle dieses Formular aus und schon am nächsten Tag kommt die Märchenpost.