Viele Feuerwehrleute in Schutzkleidung und Helmen stehen auf  dem schneebedeckten Hof neben dem Haus mit Balkon in dem ich wohne

Einleitung

2026 mache ich alles anders! 2026 werde ich vorbereitet und mit einem guten Plan in mein Jahr starten. Ich machte bei Laya Commenda nicht nur ihr Rauchnachtszeit-Journaling „Dream.Write.Become“, sondern auch den KI-Adventskalender bei Meike Hohenwarter. Damit glaubte ich für 2026 gut gerüstet zu sein. 2026 sollte endlich das Jahr werden, in das ich mit einem guten Plan starten würde. Was sollte da noch dazwischen kommen?

Jahresanfang

Es brennt

Sonntag, der 4. Januar war eigentlich ein ganz gewöhnlicher, entspannter Sonntag. Am Nachmittag wollte ich an meinem Raunachtszeit-Journal „Dream.Write.Become“ von Laya Commenda weiter schreiben, um mich auf das letzte Online-Meeting vorzubereiten, aber dann sahen meine Liebste und ich mit einem Mal vor unseren Wohnzimmerfenstern grau-schwarze Rauchwolken. Wir öffneten die Balkontür und es roch nach Rauch. Die Haustür liegt ums Eck‘. Als wir sie öffneten, sahen wir, dass es unten, im Erdgeschoss, das als Garage und Werkstatt genutzt wird, brannte. Meine Vermieter machten Löschversuche, hatten aber zum Glück die Feuerwehr schon gerufen.

Wir mussten unsere Wohnung verlassen. Ich zog mir meine Stiefel an, ohne sie zuzubinden und versuchte die drei Katzen, die in der Wohnung waren, einzufangen und in einem Katzentragekorb aus der Wohnung zu bringen. Ich konnte nur eine graue Katze, Punkt, einfangen, aber die kehrte ungesehen wieder in die Wohnung zurück sobald ich sie freigelassen hatte. Die andere graue Katze, Sternchen, ließ sich nicht einfangen und die dritte Katze, Sebel, blieb verschwunden.

Auf der Suche nach Sebel holten die Feuerwehrleute die beiden grauen Katzen aus der Wohnung, mindestens zweimal, bis wir sie bei unseren Vermietern in der Küche einsperrten. Punkt machte es sich auf einem Stuhl gemütlich, während sich Sternchen unter die Bank verkroch. Die anderen beiden Katzen, Sebel und Marle waren nicht zu sehen.

Meine Liebste reagierte viel überlegter: Sie zog auch einen Anorak an und nahm ihren Personalausweis mit. An so etwas hatte ich nicht einmal gedacht!

Weil es so kalt war, ging ich zum Schluss doch in die Küche meiner Vermieter. Die Sanitäter maßen den Kohlenmonoxyd-Gehalt in unserem Blut. Der lag bei 0, zum Glück.

Der Bürgermeister rief an: „Da Sie nun obdachlos geworden sind und am Sonntagnachmittag so schnell nichts Anderes finden werden, können Sie auf Kosten der Gemeinde eine Nacht in der Hotelpension „Seku“ übernachten. Es gibt eine Notunterkunft in der Gemeinde. Da könnten Sie wohnen. Gehen Sie Morgen zum Ordnungsamt und besprechen dort alles Weitere.“

Nachdem der Brand gelöscht war, ließ ich die grauen Katzen wieder frei. Sternchen machte sich auf den Weg zu einem Schlafplatz, nehme ich an. Punkt aber gelang es unbemerkt, wieder in unsere Wohnung zu kommen. Erst als es dunkel war, konnten wir ein paar Sachen um Übernachten holen. Ich rief nach Sebel, aber sie zeigte sich nicht. In meiner Vorstellung lag Sebel, von einer Rauchvergiftung niedergestreckt, ohnmächtig in der Wohnung oder war kopflos davongerannt.

In der Wohnung wurden Strom, Wasser und Abwasser abgestellt. Die Heizung lief noch.

Es fiel mir ganz schwer, einfach nach Neunkirchen zu fahren, ohne zu wissen, wie es Sebel ging.

In der Seku bekamen wir ein schönes Zimmer und ein leckeres Frühstück. Ich konnte das genießen, aber meine Liebste war zu aufgeregt und trank nur Kamillentee.

Danach ging ich aufs Ordnungsamt. Dort erfuhr ich, dass die gemeindliche Notunterkunft eine richtige Notunterkunft ist: Es gibt zwei Schlafsäle, einen für Männer und einen für Frauen. Letzterer ist im 2. Stock. Geschlafen wird auf Feldbetten, die Bettdecke muss man selbst mitbringen. Das war nichts für uns mobilitätseingeschränkte Frauen.

Glücklicherweise fanden wir eine Ferienwohnung in der Saarmühle im Nachbarort, in Ermreuth. Zum Glück ist kein Berg dazwischen, denn es lag ja immer noch Schnee.

Wir fuhren also nach Rödlas, um ein paar Sachen zu packen und um nach den Katzen zu schauen. Sternchen erwartete mich im Hof und lief mit lautem Hungergeschrei vor mir die Treppe hinauf. Ich rief auf dem Balkon stehend nach Marle und die kam ganz schnell gelaufen. Ich rief nach Sebel, aber sie kam nicht.

In meinem Arbeitszimmer fiel mir ein leer geräumtes Fach des Bücherregales auf. „Das könnte Sebel gewesen sein“, murmelte ich vor mich hin. Ich räumte das Fach wieder ein. Als ich die letzten Bücher hineinstellte, sah ich Sebel aus dem Augenwinkel. Sie war augenscheinlich die ganze Zeit in der Wohnung gewesen! Feuerwehrleute waren in festen Stiefeln die Treppe hinauf und hinunter getrabt, hatten mit lauten Männerstimmen gerufen, alle Fenster zum Lüften aufgerissen, während ein Sauger den Rauch aus der Wohnung saugte, der mindestens so laut war, wie drei alte Staubsauger aus dem 80er Jahren, aber Katze war in ihrem Versteck geblieben und war so unsichtbar, dass sie die Feuerwehrmänner nicht bemerkt hatten. Sebel ist tatsächlich sehr geschickt im Unsichtbarmachen. Im März 2020, zu Beginn der Corona-Zeit verschwand Sebel für drei Wochen. Obwohl ich auf der Suche nach ihr immer wieder Leute ansprach, nach ihr rief und Plakate aufhängte, sah sie kein Mensch. An einem Sonntag kam sie zur Tür herein als wenn nichts gewesen wäre. Vielleicht war sie in einer Parallelwelt, wer weiß?

Ich war so erleichtert, sie zu sehen! Aber die Katze sah mich streng an, so als wollte sie sagen: „Du solltest endlich wissen, dass ich eine schlaue Katze bin, die auch allein zurecht kommt!“

Die kleine Katze Punkt kam nicht, obwohl ich draußen nach ihr rief. Also schrie ich einmal ums Haus (ich lief einmal um das ganze Anwesen herum und rief nach ihr), aber die Katze kam nicht.

Kunststück, die Katze hatte es ja wieder in die Wohnung geschafft. Das merkte ich, als ich ein wenig verzweifelt, wieder dort war. Wahrscheinlich hatte sie entspannt geschlafen und überhaupt nicht gemerkt, dass ich gekommen war.

Ich war froh, dass meine vier Katzen wieder hatte und sie augenscheinlich wohlauf waren.

Feuerwehrleute untersuchen Brandschaden am Gebäude und am ausgebrannten elektrischen Golfcart.

Die Akkus des ausgebrannten Golfcarts waren die Brandursache

Hund beißt Frau

Nachdem ich mich vom Wohlergehen der Katzen überzeugt hatte, ging ich in die Küche der Vermieter. Dort traf ich meine Liebste und eine Tochter meiner Vermieter mit dem Hund unserer Vermieter. Dieser hatte vor ein paar Tagen versucht, aus dem Zwinger zu springen und sich dabei an der Pfote verletzt. Als der Hund mich sah, knurrte er. Das überraschte mich. Aber nach einer Weile kam er mit dem Rücken zu mir, wie er es schon oft getan hatte. Ich dachte: ‚Aha, der Hund hat sich beruhigt‘, und neigte mich ein wenig vor, um ihn zu streicheln. Im selben Moment fuhr Lumpis Kopf hoch und knallte an meine Backe. Ein Reißzahn schlitzte sie in der Falte von der Nase zum Mundwinkel auf. Es sah nicht besonders gefährlich aus und ich bekam eine Apfelschnaps-Desinfektion. Aber zu Hause sah ich, dass der Schlitz relativ tief ging und fuhr nach Gräfenberg in die Hausarztpraxis. Die Wunde wurde gereinigt und desinfiziert. Außerdem war der Hundezahn auch noch weiter in die Wange eingedrungen, zwischen Wangenhaut und Mundschleimhaut. Ich bekam eine Lasche damit das Wundsekret abfließen konnte, Pflaster und ein Rezept für Antibiotika, die ich nun zweimal am Tag nehmen musste. Außerdem musste ich am Mittwoch und am Freitag die Wunde anschauen lassen. Am Samstag fuhr ich in die Bereitschaftspraxis nach Forchheim. Der Arzt war zufrieden mit der Wundheilung uns zog die Lasche. Als ich am darauf folgenden Montag zum letzten Mal in die Hausarztpraxis kam, brauchte ich danach auch kein Pflaster mehr.

Sternchen

Am Montag, den 5. Januar wirkte Sternchen so wie immer. Aber als ich am Dienstagnachmittag kam, um die Katzen zu füttern, saß Sternchen so schwer atmend auf dem Sofa, dass ich sie zum Tierarzt bringen wollte. Aber wohin? Am 6. Januar ist Heiligdreikönig und das ist in Bayern ein Feiertag. Ich rief also beim Pfotendoktor an und schilderte die Symptome. Der Pfotendoktor ist eine Hotline, bei der man anrufen kann, wenn die Tierarztpraxen geschlossen sind. Ich war so erleichtert, Antworten auf meine Fragen bekommen zu können. Die Tierärztin riet mir sogleich in die „Tierklinik am Hafen“ in Nürnberg zu fahren. Dahin kann man 24/7 seine Tiere bringen und muss sich nicht einmal anmelden. Also packte ich die Katze in einen Katzentragekorb und legte eine Decke darüber, denn es war immer noch sehr kalt. Ich fuhr los und die Katze tat keinen Mucks, im Gegensatz zu meinen Katern, die bei jeder Fahrt zur Tierärztin kläglich miaut hatten. Ich dachte: ‚Ist die Katze tot?‘ und hielt an, um nachzuschauen. Die Katze lebte und ich fuhr beruhigt zur Klinik. Dort nahmen sie mir die Katze gleich ab und brachten sie in die Sauerstoffbox.

Am nächsten Tag erfuhr ich, dass die Katze schwer herzkrank ist und Wasser in der Lunge hat. Sie konnte aber wieder ohne Sauerstoff sein und deshalb holte ich sie am Freitag ab, zusammen mit 4 Medikamenten und einem Nahrungsergänzungsmittel, um den Mineralienverlust durch die Wassertablette wieder auszugleichen. Diese Medikamente sollte ich ihr nun dreimal am Tag geben. Das war sehr dramatisch, denn die Katze wehrte sich. Ich fuhr trotz Unwetterwarnung nach Forchheim und kaufte Medikamentenverstecke in drei Geschmacksrichtungen und vier verschiedene Pasten, um uns beiden die Medikamenteneingabe einfacher zu machen, aber die Katze war leider superschlau. Sie merkte genau, dass in dem vermeintlichen Leckerli etwas versteckt war und fraß es nicht. Die Pasten schmeckten ihr nur ohne Medikament. Es war ein Graus! Erst der Tabletteneingeber, den ich von der Tierärztin bekam, erleichterte die Sache. Die Katze hatte nämlich auch noch einen Schnupfen bekommen. Ich fuhr also am Dienstag, den 13. Januar mit ihr zu Frau Dr. Romeiser.

Am Donnerstag sollte ich wiederkommen. An diesem Tag saß die Katze gemütlich mit den anderen drei auf dem Sofa und kuschelte mit mir. Ich war erleichtert, weil ich glaubte, die Katze stabilisieren zu können. Als ich mich mit ihr auf den Weg zur Tierärztin machen wollte, sah ich, dass sie wieder so schwer atmete wie am Anfang.

Die Tierärztin spritzte ihr noch einmal alle Medikamente und meinte, es sei wichtig, dass die Katze nicht den Erstickungstod stirbt. Das wollte ich selbstverständlich auch nicht und nahm die Katze mit nach Hause. Sie verkroch sich gleich unterm Sofa. Aufgeregt rief ich an, aber die Helferin sah darin keinen großen Grund zur Beunruhigung. Nach einer Weile gelang es mir, die Katze unter dem Sofa hervorzuholen. Ich wollte ihr noch eine Wassertablette geben, aber die Katze spuckte sie mit einem Wehlaut aus und ich sah, dass sie aus dem Mäulchen blutete. Ich brachte sie ins Bad, denn dort war es am Wärmsten. Ich wollte die Tierärztin anrufen, damit sie sie erlöst. Aber dann merkte ich, dass die Atmung der Katze immer flacher wurde. Ihr letzter Atemzug glich einem erleichterten Seufzer.

Am nächsten Tag begrub ein Sohn unserer Vermieter die Katze für mich in der Nähe von Adrians Grab in unserem Garten unter dem Apfelbaum. Was für ein Glück, dass kein Schnee mehr lag und der Boden nicht gefroren war.

Rückkehr

Erst am Dienstag darauf, am 20. Januar war die Wohnung wieder bewohnbar und wir kehrten nach Hause zurück. Unsere Freiläufer-Katzen waren die ganze Zeit in der Wohnung geblieben und hatten auch dort geschlafen. Das beruhigte mich sehr.

Nun gibt es einen neuen Alltag mit Katzen, die bei uns übernachten. Das nützen besonders Sebel und Punkt. Die eine legt sich zu mir ins Bett, wenn ich schlafen gehe, die andere ist am Morgen da, wenn ich aufwache. So schön und gemütlich! 

Ich hatte vorher gedacht, dass ich mich nach meiner Rückkehr ins Geschirr werfen würde und mein Leben dort wieder aufnehmen könnte, wo es am 4. Januar unterbrochen worden war. Aber so war es nicht. Die letzten 17 Tage hatten mich sehr gefordert, denn ich war gefühlt die ganze Zeit unterwegs gewesen: In der 12° kalten Wohnung bei den Katzen, zweimal in der Tierklink in Nürnberg am Hafen, dreimal in Gräfenberg in der Hausarztpraxis und zweimal in Forchheim, einmal beim Freßnapf und einmal in der Bereitschaftspraxis. Natürlich musste ich auch, wie gewöhnlich, zum Einkaufen fahren. Und fast jedesmal hat es geschneit, lag auf der Straße, die zur Saarmühle führte, Schnee oder sie war vereist. Auch die kranke Katze und die Medikamenteneingabe hatten mich sehr belastet. Ich kam in diesen 17 Tagen nicht zur Ruhe und zu mir selbst.

Ich habe fast einen Monat gebraucht, um mich davon zu erholen und mein gewöhnliches Leben wieder aufzunehmen.

Es schneite noch einmal heftig und ich konnte in aller Ruhe und Gemütlichkeit zu Hause bleiben.

Verschneite Straße mit schneebedeckten Bäumen und Verkehrsschildern bei nebligem Himmel

So still war es schon lange nicht mehr und das an einem Wochentag!

Meine Märchenstunden

1. Märchen und Sagen zum Gespräch – online

Wie jedes Jahr bin ich die erste Erzählerin. Ich erzählte das Märchen der Abenaki, „Bibon und Sigwan – Winter und Frühling“. Das Märchen kannst du hier auf meiner Webseite nachlesen. Die Abenaki lebten in den heutigen kanadischen Seeprovinzen Nova Scotia, New Brunswick, Prince-Edward-Island, im Süden der Gaspésie-Halbinsel sowie in Québec südlich des Sankt-Lorenz-Stroms“) und in Teilen Neuenglands (die heutigen Bundesstaaten Maine, New Hampshire, Vermont und Massachusetts in den USA. Die Abenaki waren Mitglied der Wabanaki-Konförderation, einer politisch-militärischen Allianz fünf kulturell und sprachlich verwandter Völker der Native Americans gegen den militärisch starken Bund der Hadenaushaunee im Nordosten der USA und dem angrenzenden Kanada.

Es hat mich sehr gefreut, dass an dem Tag, genauso wie im Märchen Schnee lag.

2. Märchen im Turm: „Feuer und Wasser“

Eigentlich spielte ich, angesichts meiner Erschöpfung und des Wetters mit dem Gedanken Hella Rißmann, der Herrin des Abends, abzusagen. Aber genau an diesem Tag sollte Hella Rißmann am Auge operiert werden. Auf diese OP hatte sie mindestens ein halbes Jahr gewartet und ich freute mich sehr für sie. Ich musste die Tasche mit Schlüssel und Materialien bei ihr in Röthembach abholen und zum Turm bringen. Obwohl es leicht schneite, waren die Straßen geräumt und gestreut, so dass ich heil in Nürnberg ankam.

An diesem Abend hatten wir 15 Gäste! Da haben sich alle Mühen gelohnt! Ich erzählte nicht nur „Bibon und Sigwan“, sondern auch das Märchen der Cherokee „Wie das Feuer auf die Erde kam“:

Am Anfang war die Erde düster und kalt. Der Donnergott schickte das Feuer mit einem Blitzstrahl zur Erde, der eine Sykomore auf einer Insel in Brand setzte. Die Tiere auf dem Festland überlegten, wie sie das Feuer holen könnten. Der Rabe, die Eule und die schwarze Schlange versuchten es vergeblich. Zuletzt gelang es der kleinen rot-schwarz gestreiften Wasserspinne, die ein winziges Stückchen Glut in einem von ihr selbst gewebten Korb auf dem Rücken über das Wasser zu den anderen Tieren trug und so die Wärme in die Welt brachte.

Auch dieses Märchen gehört zu den von mir sehr geliebten Märchen, in denen den „Kleinen“ etwas gelingt, was die „Großen“ nicht schaffen.

Die im Englischen Cherokee genannten Native Americans sind heute das größte noch existierende indigene Volk Nordamerikas. Ihr Siedlungsgebiet umfasste ursprünglich das Gebiet vom Ohio River bis hinein in die heutigen US-Bundesstaaten Georgia und Alabama. Mit den Chickasaw, Choctaw, Muskogee und  den Seminolen wurden sie 1820 von den weißen Siedlern als die fünf zivilisierte Nationen bezeichnet.

Das dritte Märchen, „Der Streit zwischen Sonne und Mond“, ist aus Sibirien. Nun ist Sibirien groß und es leben viele, verschiedene Völker dort. Leider ist das Märchen aus einem Kinderbuch und deshalb habe ich leider keinen genauere Herkunftsbezeichnung.

In diesem Märchen wird ein Waisenmädchen von seinem Onkel aufgenommen, muss aber der Tante als Magd dienen, die sie viel und schwer arbeiten lässt. An einem bitterkalten Winterabend muss sie Wasser aus dem See holen, fällt hin und verschüttet es. Das Loch ist schon wieder zugefroren und sie schafft es nicht, es noch einmal aufzuschlagen. Da sieht das Mädchen den Mond am Himmel stehen und bittet ihn, sie zu sich zu nehmen. Der Mond kommt in der Gestalt eines jungen Mannes zu ihr und will sie mitnehmen, aber die Sonne fordert das Mädchen für sich. Beide streiten um das Mädchen, bis der Mond sagt, dass die Sonne das Mädchen mit ihren heißen Strahlen verbrennen würde. Das sieht die Sonne ein und der Mond kann das Mädchen mitnehmen. Du kannst es noch heute sehen.

Das vierte Märchen war „Jägermädchen“, ein Märchen der Zuni, die im Nordwesten der USA in New Mexiko an der Grenze zu Arizona leben. Die Zuni sind eines der 19 Pueblo-Völker.

In diesem Märchen muss ein Mädchen ganz alleine für ihre alten Eltern sorgen, weil ihre Brüder im Kampf gestorben sind. Im Sommer können sie gut leben. Aber im Winter müssen sie hungern, weil die Zuni kein Vieh halten und nur Männer auf die Jagd gehen dürfen, weil die Jagdgötter, nach dem Glauben der Menschen, nur Männer beschützen.

Aber das Mädchen lässt sich davon nicht aufhalten und beschließt in den Wald zu gehen und zu jagen. Ihre Eltern erkennen, dass ihre Tochter fest entschlossen ist und unterstützen sie. Obwohl das Mädchen am nächsten Tag schon im Morgengrauen in den Wald geht, geht ihr erst am Mittag das erste Kaninchen in die Falle. Sie bleibt solange im Wald, bis sie genug Kaninchen hat. Aber inzwischen ist es dunkel geworden und es beginnt zu schneien. Weil das Mädchen den Heimweg nicht finden kann, versteckt sie sich in einer Höhle und legt sich schlafen. Mitten in der Nacht wird sie von Geräuschen geweckt. Sie glaubt, es wären Leute, die ihr Vater ausgeschickt hat, sie zu suchen. Aber es ist ein Dämon, der sie fressen will. Sie wirft ihm stattdessen Kaninchen zu. Eines, zwei, er fordert mehr. Da wird das Mädchen wütend und fordert ihn auf, selbst zu jagen. Nun wird Dämon richtig wütend und zaubert sogar seine Steinaxt herbei, um in die Höhle zu dem Mädchen zu gelangen. Das hören zwei Jagdgötter. Sie nehmen ihre Waffen und vertreiben den Dämon. Sie sind überrascht, dass ein Mädchen aus der Höhle kommt. Sie erkennen ihren Mut an, halten Wache während sie schläft und zeigen ihr den Heimweg. Das Mädchen kehrt voller Stolz zurück nach Hause. Alle, Männer wie Frauen sind stolz auf sie und ihre Eltern weinen vor Freude. Der Vater erklärt sie zum Jägermädchen und schenkt ihr die Kaninchenstöcke und Steinäxte ihrer Brüder.

Tisch mit orangefarbenen, blauen und roten Stoffen, darauf Zweige mit Federn, kleine Töpfe mit Pflanzen und verschiedene Dekorationsgegenstände

Märchentisch für „Feuer und Wasser“

Freiwilliges Engagement

Die Einladungen zum Jahrestreffen mussten raus! Wir waren schon wieder hinter dem Zeitplan und ich schrieb die Einladung in der kalten Wohnung, immerhin schon bei molligen 16°! Trotzdem war es sehr anstrengend für mich, denn ich war so erschöpft. Also schaltete ich auf den Einzelkämpferinnen-Modus, anstelle mir ein wenig Zeit zu geben und noch ein paar Augen einen Blick auf den Text werfen zu lassen. Zwei Fehler sind mir durchgerutscht! Ich entschuldige mich bei allen, die die Einladungen per Post bekommen. Da konnten wir die Fehler nicht mehr bereinigen. Allen, die die Einladung per E-Mail bekommen oder auf der Webseite gesehen haben, konnten wir die korrigierte Fassung zukommen lassen.

 

Ausblick auf den Februar 2026

  • Frida-Kahlo-Ausstellung in Köln
  • Treffen der Regionalgruppenleiterinnen