Mit den Wünschen ist das so eine Sache. Ist es verrückt oder heldenhaft, auch ungewöhnliche Wünsche verwirklichen zu wollen, so wie es Kojote tat?
Kojote sitzt nachts auf dem Boden und schaut in dem Himmel. Da fällt ihm ein besonderer Stern auf, der leicht und anmutig über das Himmelszelt tanzt. Kojote verliebt sich in diesen Stern und sehnt sich dananch, mit ihm zu tanzen.
Nachdem er entdeckt hat, wo der Stern am Himmel erscheint, macht sich Kojote auf den Weg dorthin, um das Sternenmädchen zu fragen, ob es mit ihm tanzen will. Als er den Ort erreicht hat, einen hohen Berg weit im Osten, klettert er bis zur Spitze und wartet bis es dunkel wird.
Kurz nachdem die Sonne untergegangen ist, erscheint der Stern und Kojote bittet das Sternenmädchen mit ihm zu tanzen. Sie reicht ihm die Hand. Nun tanzen sie gemeinsam, alle seine Träume werden wahr!
Aber das Sternenmädchen muss sich schnell bewegen, darf nicht innehalten keinen einzigen Augenblick lang.
Nach dem ersten Viertel des Weges spürt Kojote, wie seine Kräfte nachlassen, aber er tanzt weiter.
Als sie an der Spitze des Firmaments angekommen sind, ist Kojote todmüde, kann die Hand des Sternenmädchens nicht mehr festhalten und lässt los.
Er fällt schnell und immer schneller durch den endlosen Himmel, bis er in einem einzigen Blitz aus weißem Licht verglüht.
Die Tiere auf der Erde sehen das weiße Licht. Die einen spotten über ihn: „Kojote ist verrückt geworden. Er und mit einem Stern tanzen. Er bekam, wars er verdiente! Wäre er doch auf dem Boden geblieben, wo er hingehört.“
Die anderen widersprechen: „Kojote war nicht verrückt! Es war bestimmt besser für ihn mit seinem Sternenmädchen über den halben Himmel zu tanzen und dann zu verglühen als sich sein Leben lang danach zu sehnen mit seinem Sternenmädchen zu tanzen.“
Was denkst du? War Kojote verrückt oder war er ein Held, als er mit einem Stern tanzte?
Jedes Mal, wenn ich dieses Märchen erzähle, stelle ich diese Frage meinem Publikum.
Viele denken, dass Kojote verrückt ist. Nur wenige denken, dass er ein Held war.
Wieder andere denken, dass er ein verrückter Held ist:
Er ist ein Held, weil er versucht hat, mit einem Stern zu tanzen. Aber es ist verrückt, so einen Wunschtraum in die Tat umzusetzen!
Ich denke, er war ein Held, weil er sich getraut hat, aus seinem Traum ein Ziel zu machen. Es ist nicht schlimm, wenn es nicht perfekt wird. Wirklich wichtig ist, sich zu trauen und sich an dem Erreichten zu freuen.
Am 13.01. veröffentlichen!

„Du bist, was du erzählst!“ Das ist meine Philosophie. Dazu gehören die Märchen und Geschichten, die du als Kind gehört und geliebt hast. Das sind auch die Geschichten über dich selbst, die Welt und das Leben. Mit meinen Märchen, Workshops und Blogartikeln will ich Frauen ermutigen, sich selbst zu ermächtigen und einen kritischen Blick auf die Narrative unserer Gesellschaft zu entwickeln. Wenn ich nicht gerade blogge oder Märchen erzähle, sitze ich mit einem Buch und meinen Katzen auf dem Sofa.
Was für eine gute Idee! Das ist der nächste Schritt und so bietet auch das papierlose Büro märchenhafte Abenteuer...
Genau, das ist der Plan!
Wow tolle Idee 🤩👍 Klingt total spannend. Damit wird bestimmt selbst der langweiligste Bürojob zum Abenteuer.
Was für eine interessante Methode. Gibt es für den virtuellen Schreibtisch auch sowas? Als ITlerin habe ich keinen vollen analogen…
Richtig geraten! Dieses Märchenbild hat viele Leute zum Raten angeregt, aber nur drei Leute haben das Märchen erraten. Es war…
Es ist natürlich das Märchen: "Die drei Männlein im Walde" - ein sehr zauberhaftes Märchen. Liebe Grüße
Genauso ist es!